“Mit Minderwertigkeitsgefühl bezeichnet die Individualpsychologie das unangenehme Erlebnis der eigenen Unzulänglichkeit bzw. Unterlegenheit gegenüber anderen in einzelnen Situationen oder als Dauerhaltung.
Die gesunde Form des Minderwertigkeitsgefühls verbindet sich mit dem hoffnungsvollen Gefühl des Noch-Nicht-Könnens, welches im Laufe des Lebens überwunden werden kann.
Die gesteigerte, neurotische Form des Minderwertigkeitsgefühls verbindet sich mit dem hoffnungslosen Gefühl des grundsätzlichen Nichtkönnens bzw. Nichtdürfens, welches nicht überwunden werden kann. Dieses gesteigerte Minderwertigkeitsgefühl, welches nicht überwunden werden kann, bezeichnet die Individualpsychologie als Minderwertigkeitskomplex.”
Wie man lesen kann, lernt die werte Dame gerade für den Psychologie-Test am Donnerstag. Ich hab’ schon zwei von dreieinhalb Seiten gelernt. Yay. [Der Auszug war aus dem Gedächtnis wiedergegeben.]
Morgen kommt noch ein Mathetest, für den ich auch gleich üben muss. Ich will nächstes Jahr 13 Punkte! (Wobei ich da wohl eher an der Mitarbeit feilen sollte.) Dieses Jahr sind’s 12 geworden, auch schon eins mehr als das Jahr zuvor. Genauso wie ich in Englisch von 12 auf 13 gerutscht bin. Das werden zum nächsten Jahr nebenbei 14. Ich bin die Beste in unserem Englischkurs. : )
Ich hab’ nämlich meinen Ehrgeiz wiedergefunden.
Whatever. Herr Großpapa hat sich offenbar beruhigt und wird morgen zur geplanten Absprache erscheinen. Wer weiß, was er über meine Zukunft bestimmt. In seiner Hand liegt der Schlüssel zu meinem Zuhause.
[but God makes my heart smile]