Archiv für emo[tional]

life of a messie

„Die Ursachen können im „Verlassen-Werden“ von angenehmen Dingen liegen. Jemand, der sich etwas zulegt, einkauft oder von jemandem beschenkt wird, verbindet mit dem erworbenen Besitz eine nicht zu unterschätzende angenehme Erinnerung. Für den Messie, der nie oder selten in seinem Leben Zuneigung oder Bestätigung bekam, ist diese Erinnerung des angenehmen gekauften Besitzes das einzige, woran er sich klammern kann. Eine Erinnerung, die er nicht wieder verlieren will. So hortet der Messie sie. Er sammelt alles, was die angenehme Erinnerung auslöste.“

Ich werde unter diesen Umständen noch ein Messie. Mein Dad zieht aus und tut das, was meine Mom nicht tat: Schrankwand und Schlafzimmerschrank eliminieren. Dabei sind unheimlich viele Dinge aufgetaucht, von dessen Existenz ich nicht einmal mehr wusste.
Ab heute bin ich um viele Gläser reicher, dessen Funktion wohl im Alkohol liegt, aber welche Richtung… keine Ahnung.

Es waren aber auch viele Dinge von nostalgischem Wert dabei, eine kaputte Kette oder diverse Figuren meiner Mom. Dazu noch eine Menge Bilder von ihrer Studienzeit, meiner Kindheit mit beiden und mit einem Elternteil/en, alles Sachen, die ich nicht einfach wegschmeißen kann, auch wenn ich weiß, dass es im Grunde nur gesammelter Müll ist… 

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i feel so LOVED.

thank you so much, Donna. <3

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What Dreams May Come

Gottes Worte sprechen direkt ins Herz.

Ich war gestern bei meinem ersten Gottesdienst seit einem halben Jahr und habe auch zum ersten Mal Manfred Beutel als Pastor erlebt. Er ist mir recht sympathisch, vor allem mit seinem Englisch-Tic. Seine Predigt handelte diesen Sonntag von den Glaubensgrundsätzen der Scala-Gemeinde. Natürlich ging’s auch um allgemeine Sachen wie Dienen, Bibel“treue“, Liebe, Herzenssache; aber weitestgehend konnte man alles auch ins „normale“ Leben übertragen, nicht nur auf die Gemeinde.

Die Situation zu Hause lässt mich selbstverständlich nicht kalt [sorry, aber ich müsste ernstlich schizoid sein], aber beim Gottesdienst nistet sich eine wohltuende Wärme und Geborgenheit in meinem Herzen ein, dass man die Außenwelt beinahe vergessen könnte.
Während des Gottesdienstes war mir die Situation zu Hause zwar nicht egal, aber sie wirkte lösbar, nicht unumwindbar. Gott hat mir Ruhe und Kraft gegeben, eine weitere Zeitspanne durchzuhalten; und den Glauben und das Vertrauen, das ich hab’, will ich weitergeben.

Und endlich wage ich es wieder zu träumen.

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Lord,
you’ve made me so strong;
don’t leave me
now.

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[emotional] blackmail

Ah, jetzt hat man auch verstanden, wie das mit den Kommentaren funktioniert. Man muss sie bestätigen – ja, sagt mir das doch.

Ich habe seit geraumer Zeit noch zwei Bewerbungen offen, für die ich mich überhaupt nicht bewerben will. Herr Großpapa war schließlich so aufopferungsvoll, sie mir auszuschneiden, in die Hand zu drücken und zu sagen: „Bewirb’ dich!“
Bei ihm zählt leider kein „Ich möchte diesen Beruf doch aber gar nicht lernen“ und „sollte ich mich nicht lieber für Dinge bewerben, die mir auch Spaß machen?“. Nein, alles Nonsens, keine stichhaltigen Argumente. Was sind denn richtige Argumente, eine Bewerbung abzulehnen?

Anyway. Er hält meine Zukunft in der Hand, bereit sie zu zerquetschen, wenn ich mich nicht füge. Heute morgen sagte ich ihm, ich hätte die Anzeigen nicht gefunden (was auch der Wahrheit entspricht) und wolle sie eigentlich nicht schreiben. Daraufhin wurde er – ja, man kann’s nur grantig nennen – und meinte, es wäre genug. Ich hätte meine Großeltern schon zu lang „verarscht“, wochenlang, wenn sich das nicht bald ändert, ziehe ich eben mit meinem Vater aus. Er fragte, ob ich nicht etwas dazu sagen wolle. Ich erwiderte wahrheitsgemäß: „Ich weiß nicht, was du meinst.“ – woraufhin er vollkommen am Ende war und beteuerte, es wäre ihm genug und ich zieh’ aus.

Wenn ich also die Bewerbungen nicht schreibe, kann ich Abschied nehmen von Haus, Hof, am besten noch Katze, und – das wichtigste – von Zuhause.

Erpressung auf höchstem Niveau.

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Ein Hauch von Schicksal

Himmelherrgottnochmal! Wäret ihr so freundlich aus dem Weg zu gehen, damit ich mein Leben führen kann? Danke.
Wisst ihr, es ist wundertoll, dass ihr euch um mich sorgt und alles. Das brauch’ ich, ganz an oberster Stelle ein Anlaufpunkt, den ich sowieso nie nutzen werde, und eine kleine Geldspritze, um mich für den Beginn über Wasser zu halten. Aber macht euch keine Sorgen, abgesehen von den Geldnöten gibt es nichts anderes.
Ja, danke, ich bleibe gerne hier wohnen, selbst wenn erst die Mutter und dann auch noch der Vater wegziehen. Lasst mich doch in Ruhe mein Leben gestalten. Wieso sagt ihr mir, ich wäre erwachsen und solle eigene Entscheidungen treffen, und über meinen Kopf hinweg (ich bin nun einmal kleiner als ihr) führt ihr eine heftige Debatte über meine Zukunft?
Würdet ihr mir bitte den Schlüssel reichen? Ich danke herzlichst.
Und jetzt verpisst euch, ich will mein Leben vor euch wegschließen.

Jah. Die Geburtstagsfeier am Samstag war toll. Ich hab’ mich betrunken. Das hat sich letztendlich weniger toll angefühlt (auch wenn ich mich nicht übergeben hab’), aber ich brauchte das. Inzwischen kann ich mir gut vorstellen, wie dieses „Ich trinke mir die Welt schön“ funktioniert, und warum so viele Menschen darauf zurückgreifen. Versteht mich nicht falsch, ich weiß sehr wohl, dass das nicht der richtige Weg ist, um mit Problemen umzugehen – aber ab und zu kann man’s auf sich nehmen. Ich jedenfalls.
Und wenn ich die Probleme nicht vergesse, wenigstens sind sie mir in diesem Augenblick vollkommen egal. Und das ist auch gut so.

Ich bin wirklich froh, dass ich dieses Wochenende nicht zu Hause verbringen muss. Der liebe Herr Großpapa wollte mit meinem Vater und mir über meine Zukunft reden, wohnlich gesehen. Ha. Väterchen wird auch nicht anwesend sein, denn seine Freunde ist bei ihm. Ha. Und ich bin am Samstag mit meiner Mutter Plätzchen backen (und auf den Weihnachtsmarkt); am Sonntag geht es schließlich, zum zweiten Mal in diesem Jahr, zum Gottesdienst im Scala.
Damaris meinte, sie hätte mal wieder Lust darauf. Danke, Herr. DAS ist es, was ich brauche.

Nächstes Jahr lass’ ich mich taufen.

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Nostalgie


Ach herrje, da werden Erinnerungen wach. Ich weiß noch genau, wie oft und gerne ich damals [wie das schon klingt - damals] Alfred bei seinen Abenteuern zugeschaut habe – und Hanni & Nanni, Sailor Moon, Wedding Peach…

Bin ich froh, dass ich im Herzen ein Kind geblieben bin.
Morgen werde ich achtzehn sein und mich noch immer über Sailor Moon & Co. freuen.
Mein Ziel ist es, die Kindheit zu erhalten, und nicht über sie hnaus zu wachsen - bei all der Verantwortung, die man im Laufe der Zeit tragen muss.

Ich denke, den meisten, die sowas hier lesen, geht’s ähnlich. Und wenn es bei DIR nicht so ist: Du tust mir Leid. Kindheitserinnerungen sind etwas Wunderbares.

Und mit diesen Worten gehe ich mir Frühstück suchen.

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