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„Heilig“?

Das ist ja so typisch. Die Weihnachtstage beginnen und ich brüte eine nette Erkältung aus. Wenigstens ist das nicht so tragisch, als würde ich tatsächlich in Weihnachtsstimmung sein. Dumm nur, dass ich morgen groß Essen gehen und übermorgen bei der Familie sitzen und glücklich sein soll.
Wenigstens bestand der Großteil meiner Handlungen heute nur daraus, Dr. House zu gucken und Würstchen mit (unheimlich leckeren) Kartoffelsalat (von Aldi) zu essen. Und zwei Tassen Tee runter zu schütten. Viel trinken ist nämlich wichtig, jah. (Sagt die, die drei Tage braucht, um eine 1,5-Liter-Flasche zu leeren.) Bei meiner letzten Erkältung bin ich nämlich wegen Flüssigkeitsmangel umgekippt und ich hatte nicht vor, das zu wiederholen.

Anyway, meine Versuche, dem Mainstream zu entfliehen sind gescheitert. Ich hatte mir vorgenommen, nie im Leben „Die Chemie des Todes“ von Simon Beckett zu lesen, nur weil es wochenlang auf der Bestsellerliste steht.
Tja, mein Dad hat’s mir geschenkt.

Ich wünsche noch ein schönes Weihnachtsfest *husttaschentuchhol*

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Herrje. Das ist wirklich Balsam für’s Herz. Zwischen Himmel und Liebe. Aber nicht nur Balsam für’s Herz, sondern endlich das erste Buch, welches kein Happy End in dem Sinne hat. Nein, sie leben nicht glücklich bis an das Ende ihrer Tage.

Nun ja, was auch immer. Gleich werd’ ich den Plan schreiben für die Ferien [Schule & so.], dann lehn’ ich mich zurück, schaue weiter Gilmore Girls [unglaublich, dass ich drei Folgen verpasst habe] und morgen fahr’ ich vielleicht das erste Mal Riesenrad.

Keiner ist so verrückt,
daß er nicht noch einen Verrückteren findet,
der ihn versteht.
- Friedrich Nietzsche

Ich suche noch.

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Ein Stern zwischen Himmel und Liebe

21. Dezember

Das ge von gestern, musst du wissen,
das habe ich versehentlich
mit meinen Zähnen abgebissen.
Geblieben ist ein stern für dich.

Frantz Wittkamp
(1943 – )

Habe vor zwei Stunden begonnen, mal wieder Cecilia Ahern zu lesen. Zwischen Himmel und Liebe. Hach. Seufz. Kitsch auf meinem Niveau.
Bin bei Kapitel 20.

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Leseratte frisst Bücherwurm

Gestern Abend beziehungsweise heute Nachmittag hat man drei Bücher beendet.
Alle drei haben etwas.

1. Ian McEwan – The Cement Garden.
Spontankauf gewesen. Ein Buch, das man sieht, kauft und „mal schaut“, was es so hergibt.
Eine Menge. Und darauf lässt nur nicht das Zitat der Times auf dem Cover vermuten: „Darkly impressive.“
Julie, Tom, Sue und Jack (Erzähler) verlieren in kurzem Abstand erst ihren Vater, dann ihre Mutter. Da sie nicht auseinandergerissen werden wollen, begbraben sie ihre Mutter in einem mit Zement gefüllten Koffer im Keller. Dann versuchen sie, ihr Leben wie gewohnt fortzusetzen. Eine Zeit, geprägt von Sinnsuche und Inzest beginnt. Erst als Derek, der Freund von Julie, den Körper der Mutter entdeckt, fliegt alles auf…
Das Buch ist der pure Wahnsinn. Man erwartet, von großer Trauer oder Gefühlen zu lesen, aber alles, was der Leser zu Gesicht bekommt, sind Apathie und Lethargie. Nichts geschieht. Sie leben weiter. Und das Ende des Buches ist – nicht direkt überraschend, aber immer noch fesselnd. Ich möcht’ mehr von Ian McEwan lesen.

2. Jill Smolinski – Die Wunschliste
Die leichte Lektüre des Monats. June Parker ist Opfer eines Autounfalls, bei dem sie am Steuer sitzt und eine ihr unbekannte Frau neben ihr umkommt. Schuldgefühle umklammern sie. Doch Marissa, die Frau neben ihr, hat eine Liste mit 20 Dingen hinterlassen, die sie bis zu ihrem 25. Geburtstag erledigen möchte. Einen Fremden küssen, zum Beispiel, oder ohne BH weggehen. Nach einer Begegnung mit dem Bruder der Verstorbenen nimmt June die Liste in Angriff – ihr bleibt ein halbes Jahr. Noch weiß sie nicht, wie sehr diese Liste ihr Leben verändern wird…
Wunderbarer Kitsch auf bestem Niveau. Nicht das übliche „Ich verrate euch schon am Anfang, wie das Buch ausgeht“ – nein, das Ende kommt eher unerwartet. Und amüsant ist dieses Buch allemal. Lässt darüber nachdenken, ob so eine Liste sinnvoll ist – wenn man denn mit der eigenen 101 goals in 1001 days-Liste fertig ist.

3. Lewis Carrol – Alice’s Adventures in Wonderland
Ein Klassiker, den man gelesen haben muss. Und ich hatte bisher weder den Film gesehen noch das Buch gelesen… Da es Englisch war (und billig), bin ich einige Male nicht ganz hinterher gekommen. Das Buch hat mich sehr verwirrt. King and Queen of Hearts hatten aber was, mit ihrer (gespielten?) Dummheit und auch ihr „Off with his head!“ liest man gern öfter. Nja. Es wird nicht mein Lieblingsbuch sein, aber das Ende war wundertoll und erinnert daran, die eigene Kindheit immer im Herzen zu behalten.
Sollt’ es irgendwann soweit sein, werd’ auch ich dem Weißen Hasen folgen. Kommt daher eigentlich die Redewendung?

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