Archiv für Februar, 2008

life of a messie

„Die Ursachen können im „Verlassen-Werden“ von angenehmen Dingen liegen. Jemand, der sich etwas zulegt, einkauft oder von jemandem beschenkt wird, verbindet mit dem erworbenen Besitz eine nicht zu unterschätzende angenehme Erinnerung. Für den Messie, der nie oder selten in seinem Leben Zuneigung oder Bestätigung bekam, ist diese Erinnerung des angenehmen gekauften Besitzes das einzige, woran er sich klammern kann. Eine Erinnerung, die er nicht wieder verlieren will. So hortet der Messie sie. Er sammelt alles, was die angenehme Erinnerung auslöste.“

Ich werde unter diesen Umständen noch ein Messie. Mein Dad zieht aus und tut das, was meine Mom nicht tat: Schrankwand und Schlafzimmerschrank eliminieren. Dabei sind unheimlich viele Dinge aufgetaucht, von dessen Existenz ich nicht einmal mehr wusste.
Ab heute bin ich um viele Gläser reicher, dessen Funktion wohl im Alkohol liegt, aber welche Richtung… keine Ahnung.

Es waren aber auch viele Dinge von nostalgischem Wert dabei, eine kaputte Kette oder diverse Figuren meiner Mom. Dazu noch eine Menge Bilder von ihrer Studienzeit, meiner Kindheit mit beiden und mit einem Elternteil/en, alles Sachen, die ich nicht einfach wegschmeißen kann, auch wenn ich weiß, dass es im Grunde nur gesammelter Müll ist… 

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